11. Forum-Europrofession | 18. bis 19. Oktober 2005

Bewertung von Humankapital - Nicht "ob" sondern "wie" ist die Frage!

Zum 11. Mal trafen sich am 18. und 19. Oktober 2005 zum Forum Europrofession Vertreter aus den Wirtschaftsbereichen Industrie, Handel und Dienstleistung im Europäischen Bildungszentrum Otzenhausen (ebz). Informationsaustausch und die Diskussion von Fragen und neuen Ansätzen in der Personalentwicklung standen wie immer im Mittelpunkt dieser Veranstaltung.

Bislang bilanzieren Unternehmen ihr Anlage- und Umlaufvermögen; unter dem Anlagevermögen auch immaterielle Vermögensgegenstände, wie beispielsweise EDV-Programme, nicht aber die immateriellen Vermögenswerte im Personalbereich. Personal und Management stellen immaterielles Vermögen dar, das für die Wertschöpfung und den Unternehmenserfolg entscheidend ist. Über den ökonomischen Wert dieses Vermögens liegen in Deutschland nur wenige Berechnungen vor. Entsprechend schwierig ist es für Unternehmen, die Höhe dieses Vermögens zu bestimmen bzw. den Wert des einzelnen Mitarbeiters zu quantifizieren.

Deklariertes Ziel und gleichermaßen Herausforderung ist es, standardisierte, praktikable Bewertungsansätze zu entwickeln, um das intellektuelle Kapital und seine Entwicklung strukturiert darzustellen, die Zusammenhänge zwischen den Unternehmenszielen, den Geschäftsprozessen und dem Unternehmenserfolg aufzuzeigen und als Grundlage für strategische Entscheidungen in den Unternehmen nutzbar zu machen.

Vor diesem Hintergrund befassten sich die Experten beim Forum Europrofession nicht mit der Frage,“ob Humankapital bewertet werden soll“, sondern damit, „wie es bewertet werden soll“. Als mögliche Lösungen wurden monetäre Bewertungsansätze, indexbasierte und berichtsbasierte über den Lage- oder Geschäftsbericht diskutiert. In den Abschluss-Statements wurde auf Expertenseite übereinstimmend für die Entwicklung einer einheitlichen, fundierten Basis der Wertbestimmung und ein Wegkommen vom Wettbewerb der Systeme plädiert.

Hier finden Sie die Programmübersicht.