15. Forum-Europrofession | 10. bis 11. November 2009

Zukunft gestalten

Am 10. und 11. November 2009 trafen sich Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kammern und Verbänden zum 15. Forum Europrofession im Europäischen Bildungszentrum in Otzenhausen. In Einzelvorträgen, Statements und einer Podiumsdiskussion wurden im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung mögliche Zukunftsszenarien der IT- und HR-Beratung skizziert. Darüber hinaus wurde das Informationsportal „Future: Consulting“, welches das Themengebiet „Unternehmensberatung an der Schnittstelle von Hochschule und Wirtschaft“ umfassend darstellt, präsentiert.

Schwerpunkte der Vorträge waren u. a.:

  • Studentische Aus- und Weiterbildung im Spannungsfeld von beruflicher Anforderung und akademischer Notwendigkeit
  • Chancen und Möglichkeiten differentieller Diagnostik für eine erfolgreiche Personalauswahl
  • Grenzen und Potenziale von Wirtschaft und Wissenschaft im Dialog Zukunftsszenarien der Unternehmensberatung in Deutschland und im internationalen Kontext

Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft bei der akademischen Qualifizierung von Studierenden sowie bei deren systematischer und strukturierter Überführung in den Beruf hat im Zuge der Ausbildung des europäischen Wirtschafts- und Bildungsraumes in den zurückliegenden Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Die Frage nach persönlicher Employability von Studierenden und somit die Diagnose, der Erwerb und die Steigerung individueller Kompetenzen für zukünftige Berufs- und Tätigkeitsfelder steht dabei im Fokus des Dialogs zwischen Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Die Stiftung Europrofession und die Universität des Saarlandes haben sich vor diesem Hintergrund in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz von 2007 bis 2009 der Aufgabe gestellt, die Frage der individuellen Arbeitsmarktfähigkeit für das Tätigkeitsfeld „Unternehmensberatung“ exemplarisch und modellhaft zu beantworten. Mit einem interdisziplinären Konsortium, bestehend aus Bildungstechnologen, Psychologen und Wirtschaftsinformatikern, wurde der Übergang von der Hochschule in das Arbeitsmarktsegment „Consulting“ analysiert und ein Internetportal mit intelligenten Assessments, spezifischen Lerninhalten und medial aufbereiteten Informationen zu den Themen IT-, HR- und E-Learning-Consulting entwickelt.

Im Forum Europrofession am 10. und 11. November 2009 wurden die Ergebnisse dieses bundesweit einmaligen Innovationsprojektes Future: Consulting und die Innovationsplattform der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. In Einzelvorträgen, Statements und in einer Podiums-diskussion skizzierten Referenten renommierter IT- und HR-Firmen, des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater, der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes sowie die Vertreter der Projektpartner, Competence Center Virtuelle Saar Universität und Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, aktuelle Erkenntnisse und mögliche Zukunftsszenarien zur Entwicklung der regionalen, nationalen und internationalen IT- und HR-Beratung. Dabei wurde auch die Bedeutung des Themas für die bisherige und zukünftige Entwicklung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Saarland berücksichtigt.

Einschlägige Chancen, Möglichkeiten und Potenziale für Studierende im Übergang von der akademischen Qualifikation in den Arbeitsmarkt wurden präsentiert und ausgewählte Fragestellungen, z. B. hinsichtlich der Rekrutierung gut ausgebildeten Nachwuchses angesichts des demografischen Wandels in Europa, der Rolle von Unternehmens- und Personalberatern bei der Suche nach HR, der Bedeutung von online-basierten Self-Assessments bei der künftigen Personalgewinnung- und qualifizierung, diskutiert.

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes. Sie wurde vom Präsidenten der Universität des Saarlandes, Prof. Dr. Volker Linneweber und von Rudolf Schäfer, dem Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Europrofession, geleitet. Teilnehmer waren u. a. Unternehmens- und Personalberater, Manager und Personalverantwortliche sowie Stundenten mit den Schwerpunkten BWL, Wirtschaftsinformatik, Informatik und Psychologie.

Hier finden Sie die Programmübersicht.